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Fürther Nachrichten (7. November 2007)
von Gabi Pfeiffer

Eine Atmosphäre die den Alltag vergessen lässt
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FÜRTH - Wasser ist nass. Eine uralte Weisheit, die in öffentlichen Bädern ganz neue Dimensionen gewinnt. Denn hier ist das Wasser im Haus ständig. Es muss permanent bewegt werden, es soll sauber und keimfrei bleiben, es wird aufgewärmt und dampft. Deshalb muss auch die Luft ständig umgewälzt und gereinigt werden. Jede Menge Bauphysik und Haustechnik also, die der Architekt bei der Planung bedenken muss. Noch wichtiger jedoch ist die Psyche des Gastes. "Er will eine Atmosphäre, die ihn aus dem Alltag rausholt", sagt Rainer Eckert. Vor sieben Jahren gründete der 43- Jährige sein Büro. In Langenzenn konzipiert und entwirrt er mit sieben Mitarbeitern SPAs - erholsame Badeoasen - für Hotels und Freizeitbäder. Wie für das Fürthermare. "Eine 1A-Lage", schwärmt der Architekt vom Wiesengrund und ausladenden Baumkronen. Die Zusammenarbeit mit Horst Kiesel nennt er einen Glücksfall. Weil der seine Klientel gut kennt, und weil er bereits zu beginn der Planung 2004 wusste, wie er das Bad führen will. Bewegung als Prinzip Denn nach diesem Konzept richtet sich die Architektur. Natürlich gibt es Grundprinzipien: Saunagäste etwa gehen selbstbewusst mit Nacktheit um, sehen und selbst gesehen werden gehört dazu. Anders Thermalbadende, die am liebsten für sich sein möchten. Überschaubare Becken und gedämpftes Licht kommen ihren Bedürfnissen entgegen, der Blick soll nach draußen schweifen können - nicht auf anderen Badegästen lasten. Die Gäste im Spaßbad wiederum suchen Abwechslung und wollen mit anderen Kontakt aufnehmen. Überhaupt: Der Wechsel macht es aus. Von gedämpften Licht ins Helle, von kleinen engen Räumen in weitläufige Hallen, von den funktional ausgerichteten Umkleiden und Duschen bis hin zu dem gemütlichen Ecken in der Gastronomie und der dunklen Solegrotte. Das Prinzip: Das Bad öffnet sich nach außen und nach unten. In der Sauna wie im Thermalbad fällt Tageslicht durchs Dach auf die Gänge, und wer das Spaßbad über die Galerie betritt, kann über 30 Meter hinweg nach unten schauen und sich den Raum und den geschwungenen Becken vertraut machen. Dabei liegen dem Architekten aus Langenzenn die geraden Linien, gern auch das gewisse Etwas. Für den Designer Matteo Thun hat er mehrere Hotel-Spas entworfen. Darunter das Vigilius Resort in Italien mit einem Pool, der im Haus beginnt und wie ein Balkon aus dem Gebäude ragt. So dass die Badenden freischwebend unter Bäumen sitzen. Trotzdem: "Ich bin kein Künstlerarchitekt" sagt Eckert. Er hat ganz bodenständig eine Maurerlehre gemacht, dann Abitur und erst 1990 studiert. Die ersten Arbeiten waren Details wie Durchschwimmbecken und Beckenränder. Seine Bäder wie das Aquamagis im sauerländischen Plettenberg, die Bodden Therme an der Ostesee oder etwas das Sibeliusbad in Nürnberg - müssen bei den Gästen ankommen und gut zu bewirtschaften sein. Die Hygiene ist zu bedenken und rutschfeste Bodenbeläge, das Fensterputzen und die Pflanzen, die es ohne Frischluft und Regen aushalten müssen. Der Architekt wird auf behindertengerechte Zugänge achten und den Energieverbrauch, ja selbst die Geräuschentwicklung. Eckerts Trick: Im Thermalbad wirkt das Plätschern der Speiher und der überquellenden Becken nicht nur beruhigend, es übertönt auch die Unterhaltung der Gäste. Nicht zu vergessen die theatralischen Aspekte: im lichten Foyer des Fürthermare atmen die Gäste auf und lassen den Alltag hinter sich. Architektur und Bauphysik sind ein wichtiger Aspekt jeder Badplanung, doch darf das wohl des Gastes dabei nicht auf der Strecke bleiben. Im Fürthermare sorgt dafür Rainer Eckert der sein Können unter Beweis stellt. [ mehr Information ]
 


Nürnberger Zeitung (3. März 2007)
von Petra Nossek-Bock

«Landei» plan Wasserlandschaften
Architekt Rainer Eckert entwirft Spaßbäder

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a.b. Archiv des Badewesens (Dezember 2006)
Rubrik "Startblock"

Mittelmeer-Feeling im Sommerbad Fürth
Мы знаем, что друзей не бывает слишком много. Число наших клиентов измеряется сотнями тысяч, но каждого из них мы знаем по имени-отчеству, а многих даже видели в лицо. Мы верим, что крепкая дружба определяется не только родством душ, но и устойчивой связью, которая позволит настоящим друзьям поздравить друг друга в новогоднюю ночь. Мы надеемся, что в будущем году вы останетесь вместе с нами, и 2008 год принесет с собой много ярких событий, которые доставят вам огромное удовольствие.
Verantwortliche für den Entwurf des Neu- und Umbaus bei der Bäder zeichnet der Nürnberger Architekt Rainer Eckert.

Dem für 4,5 Mio. EUR sanierten Sommerbad am Scherbsgraben hat der Bäderbauplaner einen mediterranen Charakter gegeben - mit Strandterrassen. Liegewiesen mit mallorquinischen Sonnenschirmen und Palmen sowie mit einem Beachvolleyballfeld. Kern der Anlage bleiben jedoch die Wasserbecken, die Eckert zugunsten attraktiver vielfältiger Nutzungen flächenmäßig reduziert hat: Es gibt ein 50-m-Schwimmerbecken, ein 1,30m tiefes Nichtschwimmerbecken, ein Planschbecken und ein 1300 m² großes Erlebnisbecken mit Strömungskanal, Nackendusche, Strudel und Dreierrutsche. Bäderchef Horst Kiesel bezeichnet die zwei Monate, in denen das Freibad in diesem Jahr insgesamt geöffnet hatte, als "Probephase". "Die Kritik der Badegäste ist uns sehr wichtig, damit die Anlage im nächsten Sommer perfekt ist." Unter dem Bild: Das Nichtschwimmerbecken des Sommerbades in Fürth, im Hintergrund Baukräne zur Errichtung des Thermal- und Freizeitbades; Foto: Rainer Eckert, Nürnberg [ mehr Information ]
 


Nürnberger Nachrichten - Wirtschaft (14. November 2006)
von Ute Möller

Keine "Schlachthöfe" für Wasserfreunde
Der Nürnberger Architekt Rainer Eckert plant seit zehn Jahren Wellness-Bäder

Seit zehn Jahren plant der Nürnberger Architekt Rainer Eckert öffentliche Schwimmbäder und Wellness-Landschaften für Luxus-Hotels. In der Region wurde der 42-Jährige in diesem Jahr bekannt, weil er den Zuschlag für den Umbau des Fürther Freibads bekommen hat. Nach seinen Ideen entsteht außerdem gerade das neue Thermalbad in der Kleeblatt-Stadt. Doch Eckert hat auch in Südtirol oder Riad Schwimmbäder geplant.

"Schwimmen will doch heute kaum einer mehr", gefragt sei eher stimmungsvolles Abtauchen, meint Rainer Eckert. Wellness statt sportlicher Anstrengung, Wohlfühlen statt Abstrampeln im stromlinienförmigen Badeanzug. Damit sich der spärlich bekleidete Mensch auf der Suche nach Ruhe nicht "wie im Schlachthof" fühlt, haben weise Kacheln bei dem 42-jährigen gelernten Mauerer keine Chance. Eckert plant lieber mit schmeichelndem, indirektem Licht, warmen Farben und Natursteinen.

Eckert holte nach seiner Maurer-Lehre das Abitur nach und studierte in Kaiserslautern Architektur. Der gebürtige Franke blieb in den folgenden Jahren aber nicht in Deutschland. Er arbeitete für Architekturbüros in Monte Carlo und Innsbruck. "Ich habe oft dort gearbeitet, wo andere Urlaub machen, das war sehr inspirierend." Seit fünf Jahren ist er zurück und betreibt sein Büro mit sechs Mitarbeitern in einem Hinterhof in der Löbleinstraße in der Nürnberger Nordstadt. Vor allem Freizeitbäder und Wasserparks nehmen hier an den Zeichentischen Gestalt an, "Pools für Hotels planen wir weniger". Denn oft sei es so, dass der Innenarchitekt die Wellnessabteilung mitentwirft. "Andere Hotels überlassen das gleich den Herstellern der Bäder-Ausstattung." Für Eckert ein Unding. Er erwartet, dass sich bei den städtischen Bädern in nächster Zeit einiges tut. "Denn in vielen Kommunen stammen die Hallenbäder noch aus den siebziger und achtziger Jahren. Die Städte müssen sich entscheiden, ob sie in Modernisierungen investieren oder dicht machen." Bereits jetzt werde bundesweit alle sechs Wochen in irgendeiner Stadt ein neues Bäderprojekt für rund zehn Millionen Euro in Angriff genommen. Eitle Stadtchefs Ähnlich wie in den Siebzigern schmückte sich heute wieder so mancher Oberbürgermeister gern mit einem schicken Bad, meint Eckert. Wie das Beispiel Fürth zeigt. Oder auch Nürnberg, wo OB Ulrich Maly mit aller Macht das marode Volksbad reaktivieren möchte. Und dafür bereit ist, öffentliche Mittel auszugeben. Eckerts Pläne für das Thermalbad in Fürth zeigen, wohin für ihn die Zukunft in Bäderbau geht: Die kleinen Becken sind terrassenförmig angeordnet, wer im Wasser planscht, hat freien Blick auf die Pegnitzauen. Weil die Becken versetzt angeordnet sind, ergebe sich der Eindruck der Intimität: Die Badegäste haben sich nicht ständig gegenseitig im Blick, sondern können sich einbilden, für sich zu sein. Dieses Gefühl der Exklusivität hatte Eckert auch bei seinem Entwurf für den Wellnessbereich des Vigilius Resort Hotels in Südtirol zum Ziel. Für die Designer-Herberge von Matteo Thun hat der Franke vor vier Jahren einen Quellwasserpool mit Blick in die Berge entworfen. Die Wasserfläche geht randlos in die Landschaft über. "Für mich beginnt ein Entwurf immer mit dem Beckenrand." Die Illusion einer Wasserfläche ohne Grenzen, die mit der Landschaft draußen eine Beziehung eingeht, sei eine seiner zentralen Ideen. Wichtige Anregung ist für ihn der Ort, an dem ein Bad entstehen soll. Reisen gehört deshalb zu seiner Arbeit dazu. Doch die meiste Zeit verbringt Eckert planend im Büro. "Ich habe Spaß daran, spektakuläre Wasserrutschen und Strömungskanäle zu entwerfen. "In Halle, Wien und Plettenberg planschen Badegäste in seinen Wasser-Landschaften. "Meine Aufgabe ist es, innen Illusionen zu erzeugen, ohne kitschig zu sein. Von außen muss ein Bad zu einem markanten Gebäude in einer Stadt werden." Auch das Sibeliusbad in Nürnberg, das vor allem für Babyschwimmen genutzt wird, hat Eckert geplant. Er entwarf breite Durchgänge, offenen Räume und Duschkabinen, bei denen leicht von außen erkennbar ist, ob sie besetzt sind. "Ich hasse nämlich dampfende, enge Duschen." Für die Sanierung des Nürnberger Volksbads hat er eine Machbarkeitsstudie erarbeitet. "Für ein Projekt wie dieses braucht es Visionen, die zehn Jahre halten." Nach seiner Erfahrung zeigt sich in den ersten drei bis fünf Jahren nach der Eröffnung eines Bades, "ob die Idee aufgeht und man die Besucher halten kann". Danach könne man sich einer gewissen Frequenz sicher sein. Doch so weit ist der Sanierungsfall Volksbad noch lange nicht. Unter dem Bild: Bäder Architekt Rainer Eckert vor dem Modell für ein Freizeitbad. Spektakuläre Rutschen denkt er sich besonders gern aus. [ mehr Information ]
 
Fürther Nachrichten (27. April 2006)
Traum vom Thermalbad wird wahr
Bau des Großprojekts in Fürth begonnen.

Spatenstich in Fürth: Mit dabei OB Thomas Jung und das Thermalbad-Maskottchen...
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a.b. Archiv des Badewesens (Februar 2006)
Rubrik "Startblock"

Neues Thermal- und Freizeitbad im bayerischen Fürth geplant
Europaweite Ausschreibung für heimischen Architekten entschieden.

Pünktlich zum 1000-jährigen Stadtjubiläum soll die Stadt Fürth im Herbst 2007 ein Thermal und Freizeitbad erhalten. Weitestgehend auf der Grundfläche des stark sanierungsbedürftigen Frei- und Hallenbades soll für ca. 31 Mio. EUR Gesamtkosten ein Bad mit einer Gesamtwasserfläche von ca. 4000m2 entstehen. Nach einer Solewasserquelle wird das Projekt neben einem Thermalbad auch den zeitgemäßen Bedarf nach einem Sport-, Sauna-, Freizeit-, und Freibad abdecken. Die Kommune hatte eine europaweite Ausschreibung zu einem PPP-Modell (Public-Private-Partnership) ausgelobt, verbunden mit der auf 30 Jahre ausgelegten Konzession für Planung und Bau, Betrieb und Finanzierung aller Bäder der Stadt. Öffentliche und private Bauherren sind die Stadtwerke Fürth und die TFB (Thermal und Freizeitbad) Objektgesellschaft Fürth: als Gesamtplaner für dieses Großprojekt haben sich die Architekten und Ingenieure Eckert, Engelhardt und Kannewischer, Schwabach, zusammengeschlossen. Alleiniger Entwurfsverfasser ist der in Nürnberg ansässige Architekt Rainer Eckert, dessen Entwurf in einem vorgeschalteten, ebenfalls europaweiten Planungswettbewerb mit dem 1. Preis ausgezeichnet wurde und aufgrund des wirtschaftlichen Konzepts zur Beauftragung führte. Eckert sieht eine großzügige Badarchitektur mit einem Lichtkonzept, mit Unterwassermusik und einem Seewasseraquarium vor. Nach der Eröffnung ist in A.B. Archiv des Badewesens ein ausführlicher Artikel über Architektur und Wirtschaftlichkeit des Fürther Thermal- und Freizeitbades vorgesehen. [ mehr Information ]
 


a.b. Archiv des Badewesens (Dezember 2003)
Rubrik "Bäderbau"

Aqua Magis - Freizeitbad in Plettenberg

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