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Der Westen (21. Feb. 2008) Jan Mertens
Aqua Magis: Aushängeschild für Region
Plettenberg. ... ... Während landauf, landab klamme Kommunen ihren Frei- und Hallenbädern den Finanzhahn zudrehen mussten, gingen Politik und Verwaltung in Plettenberg Ende der 1990er in die Offensive - und bauten für knapp 22 Millionen Euro mit dem AquaMagis ein neues, attraktives Freizeitbad. Richtig klotzen - oder es ganz sein lassen, hieß die von Bürgermeister Walter Stahlschmidt ausgegebene Devise. Der Mut wurde belohnt. Zum fünften Geburtstag am 21. Februar präsentiert sich das Bad nach einer ersten gründlichen Revision nicht nur optisch in Bestform. Auch die Besucherzahlen geben Anlass zur Zufriedenheit. Jahr für Jahr haben seit 2003 rund 350 000 Gäste das Bad genutzt - rund 1,8 Millionen insgesamt.
"Das AquaMagis ist das Aushängeschild für unsere Stadt und unsere Region", freute sich Bürgermeister Klaus Müller am Mittwochabend auf der Geburtstagsparty vor Mitarbeitern, Partner, Sponsoren und geladenen Gästen aus Politik und Verwaltung im Weidenhof, während über die Leinwand eine Multimediapräsentation mit Daten, Fakten und Bildern der vergangenen fünf Jahre flimmerte.
Mit seinen inzwischen knapp 100 Beschäftigten sei das in nur 21 Monaten Bauzeit errichtete Bad ein erheblicher Wirtschaftsfaktor für die Vier-Täler-Stadt geworden - sowohl als Arbeitgeber, als auch als Auftraggeber an heimische Handwerker und Dienstleister. Neben Schwimmern, Saunagästen oder Besuchern des angeschlossenen Fitnesszentrums Wellcome als Nutzern würden somit auch viele Betriebe und deren Mitarbeiter vom AquaMagis profitieren. Nur Zusammenlegung war vertretbar.
Unter betriebswirtschaftlichem Aspekt habe sich Mitte der 1990er Jahre herausgestellt, dass nur die Zusammenlegung von Frei- und Hallenbad an einem Standort sowie eine attraktive Ausstattung vertretbar seien, sagte Müller. Eine teure Sanierung der maroden alten Anlagen hätte keinen Sinn gemacht.
Überdies habe es einer Quersubventionierung durch sonstige Angebote wie Gastronomie, Wellness und Sauna bedurft. Diese "zum Ende der 90er Jahre politisch einheitlich vertretene Richtung" sei indes nicht auf ungeteilte Zustimmung gestoßen, erinnerte Klaus Müller an die Bemühungen der Interessengemeinschaft Grünetal, den geplanten Bau des Freizeitbades per Bürgerentscheid zu kippen. Ohne Erfolg: 75 Prozent der teilnehmenden Wählerinnen und Wähler waren für den Bau.
In seinem kurzen Rückblick erinnerte Müller daran, dass schon in der Bauphase mit zahlreichen sehr gut besuchten Führungen das große Interesse der Bürgerinnen und Bürger an "ihrem" Bad deutlich geworden sei. Auch den Großbrand in der Saunalandschaft mit Millionenschaden im Jahre 2004 habe das Bad wegstecken können.
Für Dr. Uwe Allmann, der auch nach dem Wechsel an die Spitze der Stadtwerke weiter die Geschicke des AquaMagis lenkt, ist das Erreichte kein Grund, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Immer wieder mit neuen Attraktionen "zu fairen Preisen" begeistern, die Prozesse überarbeiten und die Dienstleistung verbessern sowie Kosten durch Verringerung des Wasser- und Energieverbrauchs minimieren: Das seien die Herausforderungen, denen sich das Bad im härter werdenden Konkurrenzkampf mit anderen Bädern stetig gegenübergestellt sehe. "Wir müssen immer ein bisschen mehr bieten als ein Bad, das unmittelbar an der A 45 liegt" weist Allmann auf die Bedeutung der Gäste aus dem Ruhrgebiet hin: fünf bis zehn Prozent der Besucher kommen aus diesem Raum.
Allmann würde es sehr freuen, wenn sich - trotz der bisherigen Einwände des TÜV - der Bau der Looping-Rutsche als Ergänzung des bestehenden Angebots verwirklichen ließe. "Das wäre die erste Anlage dieser Art auf der Welt. Das Interesse ist groß. Wir verzeichnen schon ständig Anfragen im Internet."
Bereits in eine konkrete Phase eingetreten sind die Absichten, den Saunabereich des AquaMagis mit einem neuen, attraktiven Ruhehaus aufzuwerten. Die Gesellschafterversammlung des Bades wird sich bald mit dem Thema befassen.
Die Gastronomie, das Fitnesszentrum Wellcome sowie die Saunaabteilung - das seien, "in dieser Reihenfolge", die Geldbringer, erläutert Allmann im WR-Gespräch. Badbereich bleibt Zuschussgeschäft. Der Badbereich hingegen bleibt, nicht zuletzt wegen der politisch gewollten niedrigen Eintrittspreise, ein Zuschussgeschäft. Als sehr erfolgreich bewertet Uwe Allmann die Investitionen in Elektronik und Prozessteuerung des Bades: Der Wasserverbrauch habe so im Jahr 2007 um 45 000 Kubikmeter, der Stromverbrauch um zehn Prozent gesenkt werden. Zwar gebe es immer wieder technikbedingte Ausfälle, aber dennoch erweise sich die Kooperation mit dem benachbarten Novelis-Werk zur Nutzung der Abwärme des Aluminiumwalzwerkes für die Erwärmung des Bad-Wassers als fruchtbar: "Die Richtung stimmt".
Plettenberg, 21.02.2008, Von Jan Mertens [ mehr Information ]
Aqua Magis: Aushängeschild für Region
Plettenberg. ... ... Während landauf, landab klamme Kommunen ihren Frei- und Hallenbädern den Finanzhahn zudrehen mussten, gingen Politik und Verwaltung in Plettenberg Ende der 1990er in die Offensive - und bauten für knapp 22 Millionen Euro mit dem AquaMagis ein neues, attraktives Freizeitbad. Richtig klotzen - oder es ganz sein lassen, hieß die von Bürgermeister Walter Stahlschmidt ausgegebene Devise. Der Mut wurde belohnt. Zum fünften Geburtstag am 21. Februar präsentiert sich das Bad nach einer ersten gründlichen Revision nicht nur optisch in Bestform. Auch die Besucherzahlen geben Anlass zur Zufriedenheit. Jahr für Jahr haben seit 2003 rund 350 000 Gäste das Bad genutzt - rund 1,8 Millionen insgesamt.
"Das AquaMagis ist das Aushängeschild für unsere Stadt und unsere Region", freute sich Bürgermeister Klaus Müller am Mittwochabend auf der Geburtstagsparty vor Mitarbeitern, Partner, Sponsoren und geladenen Gästen aus Politik und Verwaltung im Weidenhof, während über die Leinwand eine Multimediapräsentation mit Daten, Fakten und Bildern der vergangenen fünf Jahre flimmerte.
Mit seinen inzwischen knapp 100 Beschäftigten sei das in nur 21 Monaten Bauzeit errichtete Bad ein erheblicher Wirtschaftsfaktor für die Vier-Täler-Stadt geworden - sowohl als Arbeitgeber, als auch als Auftraggeber an heimische Handwerker und Dienstleister. Neben Schwimmern, Saunagästen oder Besuchern des angeschlossenen Fitnesszentrums Wellcome als Nutzern würden somit auch viele Betriebe und deren Mitarbeiter vom AquaMagis profitieren. Nur Zusammenlegung war vertretbar.
Unter betriebswirtschaftlichem Aspekt habe sich Mitte der 1990er Jahre herausgestellt, dass nur die Zusammenlegung von Frei- und Hallenbad an einem Standort sowie eine attraktive Ausstattung vertretbar seien, sagte Müller. Eine teure Sanierung der maroden alten Anlagen hätte keinen Sinn gemacht.
Überdies habe es einer Quersubventionierung durch sonstige Angebote wie Gastronomie, Wellness und Sauna bedurft. Diese "zum Ende der 90er Jahre politisch einheitlich vertretene Richtung" sei indes nicht auf ungeteilte Zustimmung gestoßen, erinnerte Klaus Müller an die Bemühungen der Interessengemeinschaft Grünetal, den geplanten Bau des Freizeitbades per Bürgerentscheid zu kippen. Ohne Erfolg: 75 Prozent der teilnehmenden Wählerinnen und Wähler waren für den Bau.
In seinem kurzen Rückblick erinnerte Müller daran, dass schon in der Bauphase mit zahlreichen sehr gut besuchten Führungen das große Interesse der Bürgerinnen und Bürger an "ihrem" Bad deutlich geworden sei. Auch den Großbrand in der Saunalandschaft mit Millionenschaden im Jahre 2004 habe das Bad wegstecken können.
Für Dr. Uwe Allmann, der auch nach dem Wechsel an die Spitze der Stadtwerke weiter die Geschicke des AquaMagis lenkt, ist das Erreichte kein Grund, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Immer wieder mit neuen Attraktionen "zu fairen Preisen" begeistern, die Prozesse überarbeiten und die Dienstleistung verbessern sowie Kosten durch Verringerung des Wasser- und Energieverbrauchs minimieren: Das seien die Herausforderungen, denen sich das Bad im härter werdenden Konkurrenzkampf mit anderen Bädern stetig gegenübergestellt sehe. "Wir müssen immer ein bisschen mehr bieten als ein Bad, das unmittelbar an der A 45 liegt" weist Allmann auf die Bedeutung der Gäste aus dem Ruhrgebiet hin: fünf bis zehn Prozent der Besucher kommen aus diesem Raum.
Allmann würde es sehr freuen, wenn sich - trotz der bisherigen Einwände des TÜV - der Bau der Looping-Rutsche als Ergänzung des bestehenden Angebots verwirklichen ließe. "Das wäre die erste Anlage dieser Art auf der Welt. Das Interesse ist groß. Wir verzeichnen schon ständig Anfragen im Internet."
Bereits in eine konkrete Phase eingetreten sind die Absichten, den Saunabereich des AquaMagis mit einem neuen, attraktiven Ruhehaus aufzuwerten. Die Gesellschafterversammlung des Bades wird sich bald mit dem Thema befassen.
Die Gastronomie, das Fitnesszentrum Wellcome sowie die Saunaabteilung - das seien, "in dieser Reihenfolge", die Geldbringer, erläutert Allmann im WR-Gespräch. Badbereich bleibt Zuschussgeschäft. Der Badbereich hingegen bleibt, nicht zuletzt wegen der politisch gewollten niedrigen Eintrittspreise, ein Zuschussgeschäft. Als sehr erfolgreich bewertet Uwe Allmann die Investitionen in Elektronik und Prozessteuerung des Bades: Der Wasserverbrauch habe so im Jahr 2007 um 45 000 Kubikmeter, der Stromverbrauch um zehn Prozent gesenkt werden. Zwar gebe es immer wieder technikbedingte Ausfälle, aber dennoch erweise sich die Kooperation mit dem benachbarten Novelis-Werk zur Nutzung der Abwärme des Aluminiumwalzwerkes für die Erwärmung des Bad-Wassers als fruchtbar: "Die Richtung stimmt".
Plettenberg, 21.02.2008, Von Jan Mertens [ mehr Information ]
ANTENNE BAYERN Bäder-Test (16. Jan. 2008)
Fürthermare zweifacher Testsieger
"Familienfreundlichstes Bad" und "Bestes Allround-Bad"
Der große ANTENNE BAYERN Bäder-Test
"Familienfreundlichstes Bad" und "Bestes Allround-Bad"
"Besonders empfehlenswert!" – lautet das Fazit, das Antenne Bayern-Chefreporter Michael Watzke mit seinem Team beim großen Freizeitbäder- und Thermentest gleich zweimal für das neue Fürthermare ziehen konnte. In den Kategorien "Familienfreundlichstes Bad" und "Bestes Allround-Bad" zählt die Erlebnistherme im Herzen der Metropolregion Nürnberg zu den "Top Drei" der bayerischen Bäder. Lediglich der Therme Erding, Europas größtem Indoor-Freizeitbad, ist es ebenfalls gelungen, in zwei Kategorien nominiert zu werden.
"Für diese Bäder lohnt sich unserer Meinung nach sogar eine weite Anreise", so das Fazit der Bädertester. Insgesamt wurden in fünf Kategorien (neben den genannten waren dies noch: "Bester Wellness-/Saunabereich", "Action und Abenteuer" und "Bestes Preis-/Leistungsverhältnis") jeweils die drei besten Bäder ausgezeichnet. Dabei fiel das Fazit für das Fürthermare auch bei der letztgenannten Kategorie exzellent aus: "Die Preise sind, gemessen am Angebot, sehr günstig".
Anonym hatten sich der Chefreporter und sein Team, ausgestattet mit Badehose und Schwimmbrille, aufgemacht, um tatsächlich auch alle Anlagen selbst zu testen. Das Fazit der Radiomacher zum Fürthermare: "Ein Bad, das tatsächlich für alle Altersgruppen und die ganze Familie geeignet ist. Weil die einzelnen Bereiche räumlich voneinander getrennt sind, finden alle Besucher genau das, was sie suchen. Das Bad gehört zu den Größten im Freistaat, nur Erding ist noch größer. Auch ein ganzer Tag ist im Fürthermare nicht langweilig".
Getestet wurden die 21 größten und attraktivsten Freizeitbäder in Bayern. In den Kategorien, in denen das Fürthermare einen der Spitzenplätze erlangte, wurde es als einziges mittelfränkisches Bad ausgezeichnet.
Weitere Infos zum großen ANTENNE BAYERN Bäder-Test unter:
www.antenne.de/antenne/onair/aktionen/baedertest_index.php
[ mehr Information ]
Fürthermare zweifacher Testsieger
"Familienfreundlichstes Bad" und "Bestes Allround-Bad"
Der große ANTENNE BAYERN Bäder-Test
"Familienfreundlichstes Bad" und "Bestes Allround-Bad"
"Besonders empfehlenswert!" – lautet das Fazit, das Antenne Bayern-Chefreporter Michael Watzke mit seinem Team beim großen Freizeitbäder- und Thermentest gleich zweimal für das neue Fürthermare ziehen konnte. In den Kategorien "Familienfreundlichstes Bad" und "Bestes Allround-Bad" zählt die Erlebnistherme im Herzen der Metropolregion Nürnberg zu den "Top Drei" der bayerischen Bäder. Lediglich der Therme Erding, Europas größtem Indoor-Freizeitbad, ist es ebenfalls gelungen, in zwei Kategorien nominiert zu werden.
"Für diese Bäder lohnt sich unserer Meinung nach sogar eine weite Anreise", so das Fazit der Bädertester. Insgesamt wurden in fünf Kategorien (neben den genannten waren dies noch: "Bester Wellness-/Saunabereich", "Action und Abenteuer" und "Bestes Preis-/Leistungsverhältnis") jeweils die drei besten Bäder ausgezeichnet. Dabei fiel das Fazit für das Fürthermare auch bei der letztgenannten Kategorie exzellent aus: "Die Preise sind, gemessen am Angebot, sehr günstig".
Anonym hatten sich der Chefreporter und sein Team, ausgestattet mit Badehose und Schwimmbrille, aufgemacht, um tatsächlich auch alle Anlagen selbst zu testen. Das Fazit der Radiomacher zum Fürthermare: "Ein Bad, das tatsächlich für alle Altersgruppen und die ganze Familie geeignet ist. Weil die einzelnen Bereiche räumlich voneinander getrennt sind, finden alle Besucher genau das, was sie suchen. Das Bad gehört zu den Größten im Freistaat, nur Erding ist noch größer. Auch ein ganzer Tag ist im Fürthermare nicht langweilig".
Getestet wurden die 21 größten und attraktivsten Freizeitbäder in Bayern. In den Kategorien, in denen das Fürthermare einen der Spitzenplätze erlangte, wurde es als einziges mittelfränkisches Bad ausgezeichnet.
Weitere Infos zum großen ANTENNE BAYERN Bäder-Test unter:
www.antenne.de/antenne/onair/aktionen/baedertest_index.php
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Schwimmbad + Therme (19. Dezember 2007)
Entwurf und Ausführung: Büro eckert architect
Bayern liegt am Meer!
Der Dreiklang aus Spaßbad, Thermenlandschaft und mallorquinischer Sauna bestimmt die Angebotsvielfalt im Fürthermare. Aufgrund seiner tausendjährigen Geschichte kann Fürth in Bauern auf viele Traditionen zurückblicken: Kleeblattstadt, fränkisches Jerusalem, Stadt der Spiegelmacher und Ziel der ersten deutschen Eisenbahnlinie... Nun kam eine weitere hinzu: Fürth als Badestadt! Denn nach 18-monatiger Bauzeit konnte Fürths Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung am 25. Oktober 2007 das neue Fürthermare eröffnen. Seitdem liegt Fürth als einige bayerische Stadt auch "am Meer". "Unser neues Bad liegt im Herzen der Metropolregion und ist somit sehr gut zu erreichen. Gemeinsam mit der Uferpromenade eröffnen sich unserer Stadt mit dem vielfältigen Angebot des attraktiven Fürthermare neue Chancen als Bäder- und Erholungsstandort", so Dr. Thomas Jung, Oberbürgermeister der Stadt Fürth in Bayern. Heilkräftige Kleeblattquelle. Im Thermenbereich des Fürthermare fließt nun das heilkräftige Wasser aus der Kleeblattquelle, das nach einem medizinisch-balneologischen Gutachten der Ludwig-Maximilians-Universität München besonders bei Rheumaleiden und orthopädischen Erkrankungen heilende Wirkung entfaltet. In den Becken des Thermalbades sprudelt das Quellwasser mit der Charakteristik eines fluoridhaltigen Natrium-Calcium-Chlorid-Sulfat-Thermalwassers (Analyse der Laborunion Prof. Höll & Co. GmbH vom 5. Oktober 2006). Es wird aus einer Tiefe von 400 Metern gefördert und entstammt somit dem Buntsandstein bzw. Paläozoikum, also dem Erdaltertum. Die Wünsche nach entspanntem Freizeitvergnügen, aktiver sportlicher Betätigung, Spaß für Kinder und Jugendliche und Gesundheitsvorsorge im Sinne von Prävention und Rehabilitation können im Fürthermare aufgrund der Größe und Komplexität des Angebots erfüllt werden, ohne dass sich die einzelnen Zielgruppen in die Quere kommen. Immerhin stehen im Spaßbad, in der Therme und im Sportbad insgesamt 1.513 Quadratmeter ganzjährig nutzbare Wasserfläche zur Verfügung, im Sommer ergänzt durch die 2.500 Quadratmeter Poollandschaft des Freibades. Damit dürfte das Fürthermare des größte zusammenhängende Schwimm- und Badeangebot in ganz Nordbayern bieten. Entworfen wurde das Fürthermare, das innen wie außen durch ein harmonisches Zusammenspiel von Materialien, Farben und Lichtführung besticht, von dem Nürnberger Architekten Rainer Eckert. Die Ausführungsplanung erfolgte durch die Eckert-Engelhardt-Kannewischer Gesamtplaner GmbH. Das Fürthermare wurde in einem beispielhaften Public-Private-Partnership-Modell zwischen der Stadt Fürth, der infra Fürth und der TFB Fürth Objektgesellschaft mbH & Co. KG mit den Gesellschaftern ConTech GmbH und Rödl GmbH realisiert. Die Objektgesellschaft übernimmt die Fürther Bäder (neben dem Fürthermare sind dies auch noch das Freibad und das Hallenbad am Scherbsgraben sowie das Hallenbad in Stadeln) über einen Zeitraum von 30 Jahren. Als Betreiberin fungiert die Vitaplan GmbH & Co. KG, die zu dem Konsortium gehört. Das Fürthermare hat viel zu bieten. Die drei tragenden Säulen des Angebots im Fürthermare sind das Spaßbad, die Therme und der mallorquinisch gestaltete Saunabereich, ergänzt durch das bestehende Hallenbad und das Freibad im Sommer. Sie sind so angeordnet, dass jeder Gast seinen individuellen Vorlieben nachgehen kann. Im Spaßbad steht das Freizeitvergnügen für die ganze Familie im Vordergrund; von der Tochter bis zur Mutter, vom Enkel bis zum Opa sollen die Gäste hier gemeinsam schöne Urlaubstage genießen können und miteinander Spaß haben. Eine vielfältige Poollandschaft mit zahlreichen Wasserattraktionen und vor allem das bei Kids besonders beliebte Rutschvergnügen in drei verschiedenen thermatisierten Rutschen (Black-Hole-Rutsche, Reifenrutsche, Turbo-Rutsche) sorgen für "coole" Momente im Leben. Gleich neben dem Restaurant befindet sich auch eine Spiel- und Abenteuerlandschaft für Kinder jeden Alters. Die Therme spricht vor allem ein gesundheitsorientiertes Publikum an und verbindet wohlig-warmen Badegenuss mit der Keilkraft des Thermalwassers aus der Kleeblattquelle. In den verschiedenen temperierten Becken des Thermalbereichs können die Gäste entspannen und sich zu sanften Klängen bewegen. Besonderes "Highlight" ist die Solegrotte, in der die Gäste beinahe schwerelos zu meditativen Unterwasserklängen und Lichtprojektionen an den Wänden und der Decke im heilsamen Wasser schweben können. Aus medizinischen Gründen ist der Zutritt zur Therme erst ab 16 Jahren gestattet. Aufgrund der mineralischen Zusammensetzung und der Temperatur beim Austritt am Brunnenkopf darf das Fürther Wasser als fluoridhaltige Mineralwasser-Therme bezeichnet werden. Das heilsame Wasser sprudelt aus einer Tiefe von über 400 Metern. Es entstammt erdgeschichtlich der Zeit des Buntsandstein und des Paläozoikum, ist also noch älter als Wasser aus dem fränkischen Jura. Im Laufe der vielen tausend Jahre hat sich das Thermalwasser mit vielen Mineralien angereichert. Entsprechend wurde es von den Experten als charakteristisches flouridhaltiges Natrium-Calcium-Chlorid-Sulfat-Thermalwasser bewertet, das besondert für Badekuren geeignet ist. Professor Dr. Dr. Jürgen Kleinschmidt vom Institut für Gesundheits- und Tehabilitationswissenschaften der Ludwig-Maximilians-Universität in München hat in einem medizinisch-balneologischen Gutachten die heilkräftige Wirkung des Thermalwassers bei Rheumaerkrankungen und orthopädischen Leiden bestätigt. In einem weiteren Becken in der Thermenlandschaft wird das Thermalwasser mit natürlicher Sole angereichert. Die Gäste werden in einer "Solegrotte" zu meditativer Unterwassermusik und Lichtprojektionen an den Wänden und Decken im warmen Solewasser schweben können wie im Toten Meer. Das Fürthermare greift damit eine Bädertradition in der Kleeblattstadt auf, die zur vorletzten Jahrhundertwende mit der Erschließung der König-Ludwig-Quelle begann, jedoch mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs ein abruptes Ende fand. Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung wertet die Wiederaufnahme dieser Tradition in einer modernen Form als "entscheidenden Schritt zur Verwirklichung eines Jahrhundertraums für die Stadt". Abgerundet wird ein Besuch im neuen Thermal- und Freizeitbad durch die attraktive Saunalandschaft. "Die Deutschen sind Saunaweltmeister" lautete eine Schlagzeile nach der im Sommer 2006 zu Ende gegangenen Fußball-WM. Das gesunde Schwitzvergnügen aus dem Norden hat auch Bayern bzw. Franken erobert. Die Metropolregion darf sich schon jetzt auf eine großzügige Wellnessanlage freuen, die neben der "klassischen" finnischen Sauna noch zahlreiche weitere Angebote zum Entschlacken und Entspannen bereithält. Insgesamt entstehen im Fürthermare 14 verschiedene Saunen und Dampfbäder. Sommers wie winters lockt zudem ein groß zügiger Saunagarten. Und natürlich gehören zu einem echten Urlaubstag im Frankenmeer auch entsprechende kulinarische Angebote. Der Gast hat die Wahl zwischen dem internen SB-Restaurant, einem externen Restaurant und der Saunagastronomie. In allen Gastronomiebereichen wird es eine breite Auswahl an leckeren Speisen geben ? von den typischen Familiengerichten" bis hin zu einer wellnessorientierten Küche. ."Rundum verwöhnt werden", das soll das Ziel für die Gäste im neuen Fürther Thermal- und Freizeitbad sein. Die Betreiber, die Projektentwickler, die Bauherren der TFB Objektgesellschaft und das Planungsteam der Eckert-Engelhardt-Kannewischer Gesamtplaner GmbH legten bei der Gestaltung des Fürthermare sehr viel Wert auf eine hochwertige und abwechslungsreiche Kombination von Materialien, Farben und Lichteffekten. Die im Logo des Fürthermare enthaltenen frischen Farben Blau, Grün und Orange tauchen als Akzente auch in den verschiedenen Bereichen des Fürthermare auf, ergänzt durch viel Naturstein und Holz, die dem Fürthermare eine ansprechende und harmonische Atmosphäre verleihen sollen. PPP-Modell und Baugeschichte. Eigentlich muss man bei der Geschichte des Fürthermare bereits mit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert beginnen, denn damals wurden die Thermalquellen in Fürth entdeckt. Nicht zuletzt durch die Wirren des Ersten Weltkrieges geriet die Belebung einer Bädertradition jedoch bereits wieder ins Stocken, bevor sie so richtig begonnen hatte. Aber das Wissen um die heilkräftigen Quellen blieb erhalten. Der Wunsch, eine neue Fürther Thermalbadetradition zu begründen, blieb bis in die Gegenwart erhalten und konnte nun zum 1000. "Geburtstag" der Stadt erfüllt werden. Doch zunächst entstanden in Fürth mit den Hallenbädern am Scherbsgraben und in Stadeln und mit dem Freibad am Scherbsgraben typische sportorientierte Bäderanlagen im Rahmen der kommunalen Daseinvorsorge. Diese wurden in den 80er-Jahren in die infra fürth, die früheren Stadtwerke, übertragen. Nach einigen kleineren, sehr erfolgreichen Privatisierungsprojekten wurde ein bisher deutschlandweit einmaliges Projekt in Angriff genommen: die Privatisierung aller Bäder einer Stadt. Neben dem Betrieb sämtlicher bestehender Bäder sollte das PPP-Paket auch den Neubau eines Thermal- und Freizeitbades (das Fürthermare) und die Generalsanierung des Freibades und Hallenbades am Scherbsgraben umfassen. PPP bedeutet dabei Public-Private-Partnership = Öffentlich-Private-Partnerschaft. Formuliertes Ziel war dabei, das Entgelt für den privaten Partner auf die Höhe des bisherigen Betriebsdefizits der infra fürth festzuschreiben. Weiteres Kernziel war die Aufrechterhaltung von sozial verträglichen Eintrittspreisen und von ausreichenden Nutzungsmöglichkeiten für den Schul- und Vereinssport. Nach umfangreichen Standortanalysen entschied man sich dazu, den neuen Bäderkomplex auf dem Scherbsgrabenareal zu errichten und so mit dem bestehenden Hallenbad, dem zu sanierenden Freibad und dem Neubau des Fürthermare eine fas einzigartige Angebotsvielfalt zu schaffen. Im April 2004 wurde eine europaweite Ausschreibung eingeleitet. Ziel der Ausschreibung der infra fürth war die Vergabe einer Konzession für den Betrieb aller Fürther Bäder und für Planung, Bau und Finanzierung der Neubauten sowie der Sanierung des Freibades. In einem mehrstufigen Wettbewerb wurde die Anzahl der anbietenden Konsortien stufenweise reduziert. Im Juni 2005 konnte dann schließlich ein Vertragskonvolut abgeschlossen werden, wobei sämtliche Ausschreibungsziele erreicht wurden. Unter der Federführung der ConTech GmbH Real Estate Management, Nürnberg konnte sich ein regionales Konsortium durchsetzen. Die TFB Fürth Objektgesellschaft mbH & Co. KG mit den Gesellschaftern ConTech GmbH Real Estate Management und Rödl GmbH wurde Vertragspartner der infra und übernimmt die Fürther Bäder über einen Zeitraum von 30 Jahren. "Die infra hat mit dem Projekt Thermalbad bewiesen, dass sich auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten noch etwas bewegen lässt und wird weiterhin für Fürth mehr sein als nur ein Energielieferant. Wichtig ist die intelligente Einbindung von privatem Kapital und fachlicher Kompetenz in die kommunale Stadtentwicklung", so Dr. Hans Partheimüller, Geschäftsführer infra fürth holding GmbH & Co. KG. Das für die Komplettleistung des privaten Partners erforderliche Entgelt konnte dabei sogar etwas unterhalb des bisherigen Betriebsdefizits der Bestandsbäder fixiert werden. Der Betrieb wurde von der TFB Fürth Objektgesellschaft mbH & Co. KG komplett an das Konsortialmitglied Vitaplan übertragen. Sofort nach Vertragsunterzeichnung im Juni 2005 begann die Planungsphase. Diese war, insbesondere wegen der in der Winterpause 2005/2006 erschwerten die Bauarbeiten erheblich. Trotzdem konnte das rundum sanierte Freibad am Scherbsgraben fristgerecht den Betrieb im Juni 2006 aufnehmen. Parallel zu den Bauarbeiten im Freibad wurden die Arbeiten am vorhabenbezogenen Bebauungsplan und an der Baugenehmigung für das Thermal- und Freizeitbad (Fürthermare) vorangetrieben. Mit Veröffentlichung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes am 30.1.2006 und Erteilung der Baugenehmigung am 6.3.2006 wurde, nach reibungsloser Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Stellen der Stadt Fürth, dem Investor und dem Gesamtplaner, Baurecht geschaffen. Bevor jedoch der eigentliche Bau begonnen werden konnte, musste, wegen des nicht ausreichenden tragfähigen Baugrundes am Rande der Rednitzauen, eine aufwändige Tiefgründung niedergebracht werden. Der milde Winter begünstigte die Ausbauarbeiten, sodass einer termingerechten Eröffnung im Oktober 2007 nichts mehr im Wege stand. Neben dem atmosphärischen Ambiente und der hochwertigen Baukonstruktion besticht das Fürthermare durch modernste technische Gebäudeausrüstung (TGA). Bargeldlose Zahlungsabwicklung im Bad, hochwertige Lüftungs- und Klimatechnik. [ mehr Information ]
Entwurf und Ausführung: Büro eckert architect
Bayern liegt am Meer!
Der Dreiklang aus Spaßbad, Thermenlandschaft und mallorquinischer Sauna bestimmt die Angebotsvielfalt im Fürthermare. Aufgrund seiner tausendjährigen Geschichte kann Fürth in Bauern auf viele Traditionen zurückblicken: Kleeblattstadt, fränkisches Jerusalem, Stadt der Spiegelmacher und Ziel der ersten deutschen Eisenbahnlinie... Nun kam eine weitere hinzu: Fürth als Badestadt! Denn nach 18-monatiger Bauzeit konnte Fürths Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung am 25. Oktober 2007 das neue Fürthermare eröffnen. Seitdem liegt Fürth als einige bayerische Stadt auch "am Meer". "Unser neues Bad liegt im Herzen der Metropolregion und ist somit sehr gut zu erreichen. Gemeinsam mit der Uferpromenade eröffnen sich unserer Stadt mit dem vielfältigen Angebot des attraktiven Fürthermare neue Chancen als Bäder- und Erholungsstandort", so Dr. Thomas Jung, Oberbürgermeister der Stadt Fürth in Bayern. Heilkräftige Kleeblattquelle. Im Thermenbereich des Fürthermare fließt nun das heilkräftige Wasser aus der Kleeblattquelle, das nach einem medizinisch-balneologischen Gutachten der Ludwig-Maximilians-Universität München besonders bei Rheumaleiden und orthopädischen Erkrankungen heilende Wirkung entfaltet. In den Becken des Thermalbades sprudelt das Quellwasser mit der Charakteristik eines fluoridhaltigen Natrium-Calcium-Chlorid-Sulfat-Thermalwassers (Analyse der Laborunion Prof. Höll & Co. GmbH vom 5. Oktober 2006). Es wird aus einer Tiefe von 400 Metern gefördert und entstammt somit dem Buntsandstein bzw. Paläozoikum, also dem Erdaltertum. Die Wünsche nach entspanntem Freizeitvergnügen, aktiver sportlicher Betätigung, Spaß für Kinder und Jugendliche und Gesundheitsvorsorge im Sinne von Prävention und Rehabilitation können im Fürthermare aufgrund der Größe und Komplexität des Angebots erfüllt werden, ohne dass sich die einzelnen Zielgruppen in die Quere kommen. Immerhin stehen im Spaßbad, in der Therme und im Sportbad insgesamt 1.513 Quadratmeter ganzjährig nutzbare Wasserfläche zur Verfügung, im Sommer ergänzt durch die 2.500 Quadratmeter Poollandschaft des Freibades. Damit dürfte das Fürthermare des größte zusammenhängende Schwimm- und Badeangebot in ganz Nordbayern bieten. Entworfen wurde das Fürthermare, das innen wie außen durch ein harmonisches Zusammenspiel von Materialien, Farben und Lichtführung besticht, von dem Nürnberger Architekten Rainer Eckert. Die Ausführungsplanung erfolgte durch die Eckert-Engelhardt-Kannewischer Gesamtplaner GmbH. Das Fürthermare wurde in einem beispielhaften Public-Private-Partnership-Modell zwischen der Stadt Fürth, der infra Fürth und der TFB Fürth Objektgesellschaft mbH & Co. KG mit den Gesellschaftern ConTech GmbH und Rödl GmbH realisiert. Die Objektgesellschaft übernimmt die Fürther Bäder (neben dem Fürthermare sind dies auch noch das Freibad und das Hallenbad am Scherbsgraben sowie das Hallenbad in Stadeln) über einen Zeitraum von 30 Jahren. Als Betreiberin fungiert die Vitaplan GmbH & Co. KG, die zu dem Konsortium gehört. Das Fürthermare hat viel zu bieten. Die drei tragenden Säulen des Angebots im Fürthermare sind das Spaßbad, die Therme und der mallorquinisch gestaltete Saunabereich, ergänzt durch das bestehende Hallenbad und das Freibad im Sommer. Sie sind so angeordnet, dass jeder Gast seinen individuellen Vorlieben nachgehen kann. Im Spaßbad steht das Freizeitvergnügen für die ganze Familie im Vordergrund; von der Tochter bis zur Mutter, vom Enkel bis zum Opa sollen die Gäste hier gemeinsam schöne Urlaubstage genießen können und miteinander Spaß haben. Eine vielfältige Poollandschaft mit zahlreichen Wasserattraktionen und vor allem das bei Kids besonders beliebte Rutschvergnügen in drei verschiedenen thermatisierten Rutschen (Black-Hole-Rutsche, Reifenrutsche, Turbo-Rutsche) sorgen für "coole" Momente im Leben. Gleich neben dem Restaurant befindet sich auch eine Spiel- und Abenteuerlandschaft für Kinder jeden Alters. Die Therme spricht vor allem ein gesundheitsorientiertes Publikum an und verbindet wohlig-warmen Badegenuss mit der Keilkraft des Thermalwassers aus der Kleeblattquelle. In den verschiedenen temperierten Becken des Thermalbereichs können die Gäste entspannen und sich zu sanften Klängen bewegen. Besonderes "Highlight" ist die Solegrotte, in der die Gäste beinahe schwerelos zu meditativen Unterwasserklängen und Lichtprojektionen an den Wänden und der Decke im heilsamen Wasser schweben können. Aus medizinischen Gründen ist der Zutritt zur Therme erst ab 16 Jahren gestattet. Aufgrund der mineralischen Zusammensetzung und der Temperatur beim Austritt am Brunnenkopf darf das Fürther Wasser als fluoridhaltige Mineralwasser-Therme bezeichnet werden. Das heilsame Wasser sprudelt aus einer Tiefe von über 400 Metern. Es entstammt erdgeschichtlich der Zeit des Buntsandstein und des Paläozoikum, ist also noch älter als Wasser aus dem fränkischen Jura. Im Laufe der vielen tausend Jahre hat sich das Thermalwasser mit vielen Mineralien angereichert. Entsprechend wurde es von den Experten als charakteristisches flouridhaltiges Natrium-Calcium-Chlorid-Sulfat-Thermalwasser bewertet, das besondert für Badekuren geeignet ist. Professor Dr. Dr. Jürgen Kleinschmidt vom Institut für Gesundheits- und Tehabilitationswissenschaften der Ludwig-Maximilians-Universität in München hat in einem medizinisch-balneologischen Gutachten die heilkräftige Wirkung des Thermalwassers bei Rheumaerkrankungen und orthopädischen Leiden bestätigt. In einem weiteren Becken in der Thermenlandschaft wird das Thermalwasser mit natürlicher Sole angereichert. Die Gäste werden in einer "Solegrotte" zu meditativer Unterwassermusik und Lichtprojektionen an den Wänden und Decken im warmen Solewasser schweben können wie im Toten Meer. Das Fürthermare greift damit eine Bädertradition in der Kleeblattstadt auf, die zur vorletzten Jahrhundertwende mit der Erschließung der König-Ludwig-Quelle begann, jedoch mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs ein abruptes Ende fand. Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung wertet die Wiederaufnahme dieser Tradition in einer modernen Form als "entscheidenden Schritt zur Verwirklichung eines Jahrhundertraums für die Stadt". Abgerundet wird ein Besuch im neuen Thermal- und Freizeitbad durch die attraktive Saunalandschaft. "Die Deutschen sind Saunaweltmeister" lautete eine Schlagzeile nach der im Sommer 2006 zu Ende gegangenen Fußball-WM. Das gesunde Schwitzvergnügen aus dem Norden hat auch Bayern bzw. Franken erobert. Die Metropolregion darf sich schon jetzt auf eine großzügige Wellnessanlage freuen, die neben der "klassischen" finnischen Sauna noch zahlreiche weitere Angebote zum Entschlacken und Entspannen bereithält. Insgesamt entstehen im Fürthermare 14 verschiedene Saunen und Dampfbäder. Sommers wie winters lockt zudem ein groß zügiger Saunagarten. Und natürlich gehören zu einem echten Urlaubstag im Frankenmeer auch entsprechende kulinarische Angebote. Der Gast hat die Wahl zwischen dem internen SB-Restaurant, einem externen Restaurant und der Saunagastronomie. In allen Gastronomiebereichen wird es eine breite Auswahl an leckeren Speisen geben ? von den typischen Familiengerichten" bis hin zu einer wellnessorientierten Küche. ."Rundum verwöhnt werden", das soll das Ziel für die Gäste im neuen Fürther Thermal- und Freizeitbad sein. Die Betreiber, die Projektentwickler, die Bauherren der TFB Objektgesellschaft und das Planungsteam der Eckert-Engelhardt-Kannewischer Gesamtplaner GmbH legten bei der Gestaltung des Fürthermare sehr viel Wert auf eine hochwertige und abwechslungsreiche Kombination von Materialien, Farben und Lichteffekten. Die im Logo des Fürthermare enthaltenen frischen Farben Blau, Grün und Orange tauchen als Akzente auch in den verschiedenen Bereichen des Fürthermare auf, ergänzt durch viel Naturstein und Holz, die dem Fürthermare eine ansprechende und harmonische Atmosphäre verleihen sollen. PPP-Modell und Baugeschichte. Eigentlich muss man bei der Geschichte des Fürthermare bereits mit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert beginnen, denn damals wurden die Thermalquellen in Fürth entdeckt. Nicht zuletzt durch die Wirren des Ersten Weltkrieges geriet die Belebung einer Bädertradition jedoch bereits wieder ins Stocken, bevor sie so richtig begonnen hatte. Aber das Wissen um die heilkräftigen Quellen blieb erhalten. Der Wunsch, eine neue Fürther Thermalbadetradition zu begründen, blieb bis in die Gegenwart erhalten und konnte nun zum 1000. "Geburtstag" der Stadt erfüllt werden. Doch zunächst entstanden in Fürth mit den Hallenbädern am Scherbsgraben und in Stadeln und mit dem Freibad am Scherbsgraben typische sportorientierte Bäderanlagen im Rahmen der kommunalen Daseinvorsorge. Diese wurden in den 80er-Jahren in die infra fürth, die früheren Stadtwerke, übertragen. Nach einigen kleineren, sehr erfolgreichen Privatisierungsprojekten wurde ein bisher deutschlandweit einmaliges Projekt in Angriff genommen: die Privatisierung aller Bäder einer Stadt. Neben dem Betrieb sämtlicher bestehender Bäder sollte das PPP-Paket auch den Neubau eines Thermal- und Freizeitbades (das Fürthermare) und die Generalsanierung des Freibades und Hallenbades am Scherbsgraben umfassen. PPP bedeutet dabei Public-Private-Partnership = Öffentlich-Private-Partnerschaft. Formuliertes Ziel war dabei, das Entgelt für den privaten Partner auf die Höhe des bisherigen Betriebsdefizits der infra fürth festzuschreiben. Weiteres Kernziel war die Aufrechterhaltung von sozial verträglichen Eintrittspreisen und von ausreichenden Nutzungsmöglichkeiten für den Schul- und Vereinssport. Nach umfangreichen Standortanalysen entschied man sich dazu, den neuen Bäderkomplex auf dem Scherbsgrabenareal zu errichten und so mit dem bestehenden Hallenbad, dem zu sanierenden Freibad und dem Neubau des Fürthermare eine fas einzigartige Angebotsvielfalt zu schaffen. Im April 2004 wurde eine europaweite Ausschreibung eingeleitet. Ziel der Ausschreibung der infra fürth war die Vergabe einer Konzession für den Betrieb aller Fürther Bäder und für Planung, Bau und Finanzierung der Neubauten sowie der Sanierung des Freibades. In einem mehrstufigen Wettbewerb wurde die Anzahl der anbietenden Konsortien stufenweise reduziert. Im Juni 2005 konnte dann schließlich ein Vertragskonvolut abgeschlossen werden, wobei sämtliche Ausschreibungsziele erreicht wurden. Unter der Federführung der ConTech GmbH Real Estate Management, Nürnberg konnte sich ein regionales Konsortium durchsetzen. Die TFB Fürth Objektgesellschaft mbH & Co. KG mit den Gesellschaftern ConTech GmbH Real Estate Management und Rödl GmbH wurde Vertragspartner der infra und übernimmt die Fürther Bäder über einen Zeitraum von 30 Jahren. "Die infra hat mit dem Projekt Thermalbad bewiesen, dass sich auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten noch etwas bewegen lässt und wird weiterhin für Fürth mehr sein als nur ein Energielieferant. Wichtig ist die intelligente Einbindung von privatem Kapital und fachlicher Kompetenz in die kommunale Stadtentwicklung", so Dr. Hans Partheimüller, Geschäftsführer infra fürth holding GmbH & Co. KG. Das für die Komplettleistung des privaten Partners erforderliche Entgelt konnte dabei sogar etwas unterhalb des bisherigen Betriebsdefizits der Bestandsbäder fixiert werden. Der Betrieb wurde von der TFB Fürth Objektgesellschaft mbH & Co. KG komplett an das Konsortialmitglied Vitaplan übertragen. Sofort nach Vertragsunterzeichnung im Juni 2005 begann die Planungsphase. Diese war, insbesondere wegen der in der Winterpause 2005/2006 erschwerten die Bauarbeiten erheblich. Trotzdem konnte das rundum sanierte Freibad am Scherbsgraben fristgerecht den Betrieb im Juni 2006 aufnehmen. Parallel zu den Bauarbeiten im Freibad wurden die Arbeiten am vorhabenbezogenen Bebauungsplan und an der Baugenehmigung für das Thermal- und Freizeitbad (Fürthermare) vorangetrieben. Mit Veröffentlichung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes am 30.1.2006 und Erteilung der Baugenehmigung am 6.3.2006 wurde, nach reibungsloser Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Stellen der Stadt Fürth, dem Investor und dem Gesamtplaner, Baurecht geschaffen. Bevor jedoch der eigentliche Bau begonnen werden konnte, musste, wegen des nicht ausreichenden tragfähigen Baugrundes am Rande der Rednitzauen, eine aufwändige Tiefgründung niedergebracht werden. Der milde Winter begünstigte die Ausbauarbeiten, sodass einer termingerechten Eröffnung im Oktober 2007 nichts mehr im Wege stand. Neben dem atmosphärischen Ambiente und der hochwertigen Baukonstruktion besticht das Fürthermare durch modernste technische Gebäudeausrüstung (TGA). Bargeldlose Zahlungsabwicklung im Bad, hochwertige Lüftungs- und Klimatechnik. [ mehr Information ]
Fürther Nachrichten (7. November 2007)
von Gabi Pfeiffer
Eine Atmosphäre die den Alltag vergessen lässt
Thermalbad Architekt Rainer Eckert aus Langenzenn ist auf besondere Anforderungen von Bädern spezialisiert.
So ein Bad ist eine schwierige Immobilie. Es kann nur in einer Weise genutzt werden, es hat viele verschiedene Nutzer und muss die Gäste jeden Tag aufs Neue begeistern können. Für den Architekten eine echte Herausforderung. Rainer Eckert aus Langenzenn hat sich auf Bäder spezialisiert und auch das Fürthermare entworfen.
FÜRTH - Wasser ist nass. Eine uralte Weisheit, die in öffentlichen Bädern ganz neue Dimensionen gewinnt. Denn hier ist das Wasser im Haus ständig. Es muss permanent bewegt werden, es soll sauber und keimfrei bleiben, es wird aufgewärmt und dampft. Deshalb muss auch die Luft ständig umgewälzt und gereinigt werden. Jede Menge Bauphysik und Haustechnik also, die der Architekt bei der Planung bedenken muss. Noch wichtiger jedoch ist die Psyche des Gastes. "Er will eine Atmosphäre, die ihn aus dem Alltag rausholt", sagt Rainer Eckert. Vor sieben Jahren gründete der 43- Jährige sein Büro. In Langenzenn konzipiert und entwirrt er mit sieben Mitarbeitern SPAs - erholsame Badeoasen - für Hotels und Freizeitbäder. Wie für das Fürthermare. "Eine 1A-Lage", schwärmt der Architekt vom Wiesengrund und ausladenden Baumkronen. Die Zusammenarbeit mit Horst Kiesel nennt er einen Glücksfall. Weil der seine Klientel gut kennt, und weil er bereits zu beginn der Planung 2004 wusste, wie er das Bad führen will. Bewegung als Prinzip Denn nach diesem Konzept richtet sich die Architektur. Natürlich gibt es Grundprinzipien: Saunagäste etwa gehen selbstbewusst mit Nacktheit um, sehen und selbst gesehen werden gehört dazu. Anders Thermalbadende, die am liebsten für sich sein möchten. Überschaubare Becken und gedämpftes Licht kommen ihren Bedürfnissen entgegen, der Blick soll nach draußen schweifen können - nicht auf anderen Badegästen lasten. Die Gäste im Spaßbad wiederum suchen Abwechslung und wollen mit anderen Kontakt aufnehmen. Überhaupt: Der Wechsel macht es aus. Von gedämpften Licht ins Helle, von kleinen engen Räumen in weitläufige Hallen, von den funktional ausgerichteten Umkleiden und Duschen bis hin zu dem gemütlichen Ecken in der Gastronomie und der dunklen Solegrotte. Das Prinzip: Das Bad öffnet sich nach außen und nach unten. In der Sauna wie im Thermalbad fällt Tageslicht durchs Dach auf die Gänge, und wer das Spaßbad über die Galerie betritt, kann über 30 Meter hinweg nach unten schauen und sich den Raum und den geschwungenen Becken vertraut machen. Dabei liegen dem Architekten aus Langenzenn die geraden Linien, gern auch das gewisse Etwas. Für den Designer Matteo Thun hat er mehrere Hotel-Spas entworfen. Darunter das Vigilius Resort in Italien mit einem Pool, der im Haus beginnt und wie ein Balkon aus dem Gebäude ragt. So dass die Badenden freischwebend unter Bäumen sitzen. Trotzdem: "Ich bin kein Künstlerarchitekt" sagt Eckert. Er hat ganz bodenständig eine Maurerlehre gemacht, dann Abitur und erst 1990 studiert. Die ersten Arbeiten waren Details wie Durchschwimmbecken und Beckenränder. Seine Bäder wie das Aquamagis im sauerländischen Plettenberg, die Bodden Therme an der Ostesee oder etwas das Sibeliusbad in Nürnberg - müssen bei den Gästen ankommen und gut zu bewirtschaften sein. Die Hygiene ist zu bedenken und rutschfeste Bodenbeläge, das Fensterputzen und die Pflanzen, die es ohne Frischluft und Regen aushalten müssen. Der Architekt wird auf behindertengerechte Zugänge achten und den Energieverbrauch, ja selbst die Geräuschentwicklung. Eckerts Trick: Im Thermalbad wirkt das Plätschern der Speiher und der überquellenden Becken nicht nur beruhigend, es übertönt auch die Unterhaltung der Gäste. Nicht zu vergessen die theatralischen Aspekte: im lichten Foyer des Fürthermare atmen die Gäste auf und lassen den Alltag hinter sich. Architektur und Bauphysik sind ein wichtiger Aspekt jeder Badplanung, doch darf das wohl des Gastes dabei nicht auf der Strecke bleiben. Im Fürthermare sorgt dafür Rainer Eckert der sein Können unter Beweis stellt. [ mehr Information ]
von Gabi Pfeiffer
Eine Atmosphäre die den Alltag vergessen lässt
Thermalbad Architekt Rainer Eckert aus Langenzenn ist auf besondere Anforderungen von Bädern spezialisiert.
So ein Bad ist eine schwierige Immobilie. Es kann nur in einer Weise genutzt werden, es hat viele verschiedene Nutzer und muss die Gäste jeden Tag aufs Neue begeistern können. Für den Architekten eine echte Herausforderung. Rainer Eckert aus Langenzenn hat sich auf Bäder spezialisiert und auch das Fürthermare entworfen.
FÜRTH - Wasser ist nass. Eine uralte Weisheit, die in öffentlichen Bädern ganz neue Dimensionen gewinnt. Denn hier ist das Wasser im Haus ständig. Es muss permanent bewegt werden, es soll sauber und keimfrei bleiben, es wird aufgewärmt und dampft. Deshalb muss auch die Luft ständig umgewälzt und gereinigt werden. Jede Menge Bauphysik und Haustechnik also, die der Architekt bei der Planung bedenken muss. Noch wichtiger jedoch ist die Psyche des Gastes. "Er will eine Atmosphäre, die ihn aus dem Alltag rausholt", sagt Rainer Eckert. Vor sieben Jahren gründete der 43- Jährige sein Büro. In Langenzenn konzipiert und entwirrt er mit sieben Mitarbeitern SPAs - erholsame Badeoasen - für Hotels und Freizeitbäder. Wie für das Fürthermare. "Eine 1A-Lage", schwärmt der Architekt vom Wiesengrund und ausladenden Baumkronen. Die Zusammenarbeit mit Horst Kiesel nennt er einen Glücksfall. Weil der seine Klientel gut kennt, und weil er bereits zu beginn der Planung 2004 wusste, wie er das Bad führen will. Bewegung als Prinzip Denn nach diesem Konzept richtet sich die Architektur. Natürlich gibt es Grundprinzipien: Saunagäste etwa gehen selbstbewusst mit Nacktheit um, sehen und selbst gesehen werden gehört dazu. Anders Thermalbadende, die am liebsten für sich sein möchten. Überschaubare Becken und gedämpftes Licht kommen ihren Bedürfnissen entgegen, der Blick soll nach draußen schweifen können - nicht auf anderen Badegästen lasten. Die Gäste im Spaßbad wiederum suchen Abwechslung und wollen mit anderen Kontakt aufnehmen. Überhaupt: Der Wechsel macht es aus. Von gedämpften Licht ins Helle, von kleinen engen Räumen in weitläufige Hallen, von den funktional ausgerichteten Umkleiden und Duschen bis hin zu dem gemütlichen Ecken in der Gastronomie und der dunklen Solegrotte. Das Prinzip: Das Bad öffnet sich nach außen und nach unten. In der Sauna wie im Thermalbad fällt Tageslicht durchs Dach auf die Gänge, und wer das Spaßbad über die Galerie betritt, kann über 30 Meter hinweg nach unten schauen und sich den Raum und den geschwungenen Becken vertraut machen. Dabei liegen dem Architekten aus Langenzenn die geraden Linien, gern auch das gewisse Etwas. Für den Designer Matteo Thun hat er mehrere Hotel-Spas entworfen. Darunter das Vigilius Resort in Italien mit einem Pool, der im Haus beginnt und wie ein Balkon aus dem Gebäude ragt. So dass die Badenden freischwebend unter Bäumen sitzen. Trotzdem: "Ich bin kein Künstlerarchitekt" sagt Eckert. Er hat ganz bodenständig eine Maurerlehre gemacht, dann Abitur und erst 1990 studiert. Die ersten Arbeiten waren Details wie Durchschwimmbecken und Beckenränder. Seine Bäder wie das Aquamagis im sauerländischen Plettenberg, die Bodden Therme an der Ostesee oder etwas das Sibeliusbad in Nürnberg - müssen bei den Gästen ankommen und gut zu bewirtschaften sein. Die Hygiene ist zu bedenken und rutschfeste Bodenbeläge, das Fensterputzen und die Pflanzen, die es ohne Frischluft und Regen aushalten müssen. Der Architekt wird auf behindertengerechte Zugänge achten und den Energieverbrauch, ja selbst die Geräuschentwicklung. Eckerts Trick: Im Thermalbad wirkt das Plätschern der Speiher und der überquellenden Becken nicht nur beruhigend, es übertönt auch die Unterhaltung der Gäste. Nicht zu vergessen die theatralischen Aspekte: im lichten Foyer des Fürthermare atmen die Gäste auf und lassen den Alltag hinter sich. Architektur und Bauphysik sind ein wichtiger Aspekt jeder Badplanung, doch darf das wohl des Gastes dabei nicht auf der Strecke bleiben. Im Fürthermare sorgt dafür Rainer Eckert der sein Können unter Beweis stellt. [ mehr Information ]
Nürnberger Zeitung (3. März 2007)
von Petra Nossek-Bock
«Landei» plan Wasserlandschaften
Architekt Rainer Eckert entwirft Spaßbäder
Es gibt nicht viele Architekten, die sich auf das Planen von Freizeitbädern spezialisiert haben. Rainer Eckert ist einer von ihnen. Dabei ist der Architekt ein richtiges «Landei». Er ist in Langenzenn aufgewachsen und hat zunächst ganz bodenständig Maurer gelernt. Erst später studierte er Architektur in Kaiserslautern und Genua.
Seit 1997 ist Eckert als freischaffender Entwurfsarchitekt tätig. Seine ersten Zeichnungen von Bädern machte er in einem Berliner Büro. Seit sechs Jahren unterhält er ein Büro im Nürnberger Norden und beschäftigt sich hauptsächlich mit der Konstruktion von Orten, an denen sich später viele Menschen entspannen und amüsieren. Für den Architekten steht aber beim Planen von Bäderlandschaften nicht der Spaßfaktor im Vordergrund, sondern betriebswirtschaftliche Überlegungen. Wenn die Abläufe in einem großen Betrieb wie einem Freizeitbad nicht gut aufeinander abgestimmt seien, werde es teuer, sagt er. Also überlegt der praxisorientierte Planer, der beispielsweise das Fürther Thermal-und Freizeitbad entworfen hat, wie er die Gastronomiezone so platzieren kann, dass sie die Besucher von allen Ecken aus gut erreichen können. Neben den Aktionsflächen und Schwimmbecken gilt es, Funktionsräume unterzubringen. In Fürth lernte Rainer Eckert schwimmen, Deshalb fühlt er sich diesem Auftrag besonders verbunden. Doch sobald die Pläne fertig sind, geht es schon zum nächsten Projekt. Die Anforderungen variieren je nach Lage und Budget des Auftraggebers. Lediglich ein gutes Dutzend Kollegen haben sich in ganz Deutschland auf dieses Aufgabengebiet spezialisiert, schätzt der Architekt. Und jeder hat seine eigene Handschrift. Generell ist Eckert «gegen die Verkitschung der Badelandschaften» in großen Hotels. Er pflegt einen sachlichen, Benutzer orientierten Stil ohne raumgreifende Bilder von Badeszenen wie sie häufig in Wellnessbereichen großer Hotelketten anzutreffen sind. Er möchte «den Geschmack des Gastes treffen und ein Ambiente schaffen, das länger als eine Saison gefällt». Deshalb meidet der Franke modischen Schnickschnack. Seine Aufgabe sei es, Illusionen zu schaffen. So möchte niemand im kalten Deutschland sein. Also müssen mediterrane Materialien her, damit der Besucher die ungemütlichen Außentemperaturen für eine Weile vergisst. Das Flair einer Einrichtung ist stark von der Gestaltung der Räume abhängig und diese Form des Baus müsse sich an die Umgebung anpassen, lautet eine der Grundregeln. Elemente wie Glasfronten schaffen Helligkeit und sichern den Blick auf Berge und Wälder. Toll sei es, wenn der Architekt nach Inbetriebnahme des Gebäudes noch einmal den Praxistest machen kann. Dann zeigt sich, ob die Planung tatsächlich alle Aspekte berücksichtigt hat, die nicht nur dem Betreiber, sondern auch dem Nutzer wichtig sind.
[ mehr Information ]
von Petra Nossek-Bock
«Landei» plan Wasserlandschaften
Architekt Rainer Eckert entwirft Spaßbäder
Es gibt nicht viele Architekten, die sich auf das Planen von Freizeitbädern spezialisiert haben. Rainer Eckert ist einer von ihnen. Dabei ist der Architekt ein richtiges «Landei». Er ist in Langenzenn aufgewachsen und hat zunächst ganz bodenständig Maurer gelernt. Erst später studierte er Architektur in Kaiserslautern und Genua.
Seit 1997 ist Eckert als freischaffender Entwurfsarchitekt tätig. Seine ersten Zeichnungen von Bädern machte er in einem Berliner Büro. Seit sechs Jahren unterhält er ein Büro im Nürnberger Norden und beschäftigt sich hauptsächlich mit der Konstruktion von Orten, an denen sich später viele Menschen entspannen und amüsieren. Für den Architekten steht aber beim Planen von Bäderlandschaften nicht der Spaßfaktor im Vordergrund, sondern betriebswirtschaftliche Überlegungen. Wenn die Abläufe in einem großen Betrieb wie einem Freizeitbad nicht gut aufeinander abgestimmt seien, werde es teuer, sagt er. Also überlegt der praxisorientierte Planer, der beispielsweise das Fürther Thermal-und Freizeitbad entworfen hat, wie er die Gastronomiezone so platzieren kann, dass sie die Besucher von allen Ecken aus gut erreichen können. Neben den Aktionsflächen und Schwimmbecken gilt es, Funktionsräume unterzubringen. In Fürth lernte Rainer Eckert schwimmen, Deshalb fühlt er sich diesem Auftrag besonders verbunden. Doch sobald die Pläne fertig sind, geht es schon zum nächsten Projekt. Die Anforderungen variieren je nach Lage und Budget des Auftraggebers. Lediglich ein gutes Dutzend Kollegen haben sich in ganz Deutschland auf dieses Aufgabengebiet spezialisiert, schätzt der Architekt. Und jeder hat seine eigene Handschrift. Generell ist Eckert «gegen die Verkitschung der Badelandschaften» in großen Hotels. Er pflegt einen sachlichen, Benutzer orientierten Stil ohne raumgreifende Bilder von Badeszenen wie sie häufig in Wellnessbereichen großer Hotelketten anzutreffen sind. Er möchte «den Geschmack des Gastes treffen und ein Ambiente schaffen, das länger als eine Saison gefällt». Deshalb meidet der Franke modischen Schnickschnack. Seine Aufgabe sei es, Illusionen zu schaffen. So möchte niemand im kalten Deutschland sein. Also müssen mediterrane Materialien her, damit der Besucher die ungemütlichen Außentemperaturen für eine Weile vergisst. Das Flair einer Einrichtung ist stark von der Gestaltung der Räume abhängig und diese Form des Baus müsse sich an die Umgebung anpassen, lautet eine der Grundregeln. Elemente wie Glasfronten schaffen Helligkeit und sichern den Blick auf Berge und Wälder. Toll sei es, wenn der Architekt nach Inbetriebnahme des Gebäudes noch einmal den Praxistest machen kann. Dann zeigt sich, ob die Planung tatsächlich alle Aspekte berücksichtigt hat, die nicht nur dem Betreiber, sondern auch dem Nutzer wichtig sind.
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a.b. Archiv des Badewesens (Dezember 2006)
Rubrik "Startblock"
Mittelmeer-Feeling im Sommerbad Fürth
Kurze Saison zugunsten weiterer Bäder-Baumaßnahmen. Das am letzten Juni-Wochenende eröffnetet neue Freibad in Fürth wurde Ende August wieder geschlossen - nicht wegen des pünktlich zu den bayerischen Sommerferien eingetretenen schlechten Wetters, sondern um die gut voranschreitenden Baumaßnahmen des angrenzenden Thermal- und Freizeitbades ohne Beeinträchtigung fortsetzen zu können.
Verantwortliche für den Entwurf des Neu- und Umbaus bei der Bäder zeichnet der Nürnberger Architekt Rainer Eckert.
Dem für 4,5 Mio. EUR sanierten Sommerbad am Scherbsgraben hat der Bäderbauplaner einen mediterranen Charakter gegeben - mit Strandterrassen. Liegewiesen mit mallorquinischen Sonnenschirmen und Palmen sowie mit einem Beachvolleyballfeld. Kern der Anlage bleiben jedoch die Wasserbecken, die Eckert zugunsten attraktiver vielfältiger Nutzungen flächenmäßig reduziert hat: Es gibt ein 50-m-Schwimmerbecken, ein 1,30m tiefes Nichtschwimmerbecken, ein Planschbecken und ein 1300 m² großes Erlebnisbecken mit Strömungskanal, Nackendusche, Strudel und Dreierrutsche. Bäderchef Horst Kiesel bezeichnet die zwei Monate, in denen das Freibad in diesem Jahr insgesamt geöffnet hatte, als "Probephase". "Die Kritik der Badegäste ist uns sehr wichtig, damit die Anlage im nächsten Sommer perfekt ist." Unter dem Bild: Das Nichtschwimmerbecken des Sommerbades in Fürth, im Hintergrund Baukräne zur Errichtung des Thermal- und Freizeitbades; Foto: Rainer Eckert, Nürnberg [ mehr Information ]
Rubrik "Startblock"
Mittelmeer-Feeling im Sommerbad Fürth
Kurze Saison zugunsten weiterer Bäder-Baumaßnahmen. Das am letzten Juni-Wochenende eröffnetet neue Freibad in Fürth wurde Ende August wieder geschlossen - nicht wegen des pünktlich zu den bayerischen Sommerferien eingetretenen schlechten Wetters, sondern um die gut voranschreitenden Baumaßnahmen des angrenzenden Thermal- und Freizeitbades ohne Beeinträchtigung fortsetzen zu können.
Verantwortliche für den Entwurf des Neu- und Umbaus bei der Bäder zeichnet der Nürnberger Architekt Rainer Eckert.
Dem für 4,5 Mio. EUR sanierten Sommerbad am Scherbsgraben hat der Bäderbauplaner einen mediterranen Charakter gegeben - mit Strandterrassen. Liegewiesen mit mallorquinischen Sonnenschirmen und Palmen sowie mit einem Beachvolleyballfeld. Kern der Anlage bleiben jedoch die Wasserbecken, die Eckert zugunsten attraktiver vielfältiger Nutzungen flächenmäßig reduziert hat: Es gibt ein 50-m-Schwimmerbecken, ein 1,30m tiefes Nichtschwimmerbecken, ein Planschbecken und ein 1300 m² großes Erlebnisbecken mit Strömungskanal, Nackendusche, Strudel und Dreierrutsche. Bäderchef Horst Kiesel bezeichnet die zwei Monate, in denen das Freibad in diesem Jahr insgesamt geöffnet hatte, als "Probephase". "Die Kritik der Badegäste ist uns sehr wichtig, damit die Anlage im nächsten Sommer perfekt ist." Unter dem Bild: Das Nichtschwimmerbecken des Sommerbades in Fürth, im Hintergrund Baukräne zur Errichtung des Thermal- und Freizeitbades; Foto: Rainer Eckert, Nürnberg [ mehr Information ]
Nürnberger Nachrichten - Wirtschaft (14. November 2006)
von Ute Möller
Keine "Schlachthöfe" für Wasserfreunde
Der Nürnberger Architekt Rainer Eckert plant seit zehn Jahren Wellness-Bäder
Seit zehn Jahren plant der Nürnberger Architekt Rainer Eckert öffentliche Schwimmbäder und Wellness-Landschaften für Luxus-Hotels. In der Region wurde der 42-Jährige in diesem Jahr bekannt, weil er den Zuschlag für den Umbau des Fürther Freibads bekommen hat. Nach seinen Ideen entsteht außerdem gerade das neue Thermalbad in der Kleeblatt-Stadt. Doch Eckert hat auch in Südtirol oder Riad Schwimmbäder geplant.
"Schwimmen will doch heute kaum einer mehr", gefragt sei eher stimmungsvolles Abtauchen, meint Rainer Eckert. Wellness statt sportlicher Anstrengung, Wohlfühlen statt Abstrampeln im stromlinienförmigen Badeanzug. Damit sich der spärlich bekleidete Mensch auf der Suche nach Ruhe nicht "wie im Schlachthof" fühlt, haben weise Kacheln bei dem 42-jährigen gelernten Mauerer keine Chance. Eckert plant lieber mit schmeichelndem, indirektem Licht, warmen Farben und Natursteinen.
Eckert holte nach seiner Maurer-Lehre das Abitur nach und studierte in Kaiserslautern Architektur. Der gebürtige Franke blieb in den folgenden Jahren aber nicht in Deutschland. Er arbeitete für Architekturbüros in Monte Carlo und Innsbruck. "Ich habe oft dort gearbeitet, wo andere Urlaub machen, das war sehr inspirierend." Seit fünf Jahren ist er zurück und betreibt sein Büro mit sechs Mitarbeitern in einem Hinterhof in der Löbleinstraße in der Nürnberger Nordstadt. Vor allem Freizeitbäder und Wasserparks nehmen hier an den Zeichentischen Gestalt an, "Pools für Hotels planen wir weniger". Denn oft sei es so, dass der Innenarchitekt die Wellnessabteilung mitentwirft. "Andere Hotels überlassen das gleich den Herstellern der Bäder-Ausstattung." Für Eckert ein Unding. Er erwartet, dass sich bei den städtischen Bädern in nächster Zeit einiges tut. "Denn in vielen Kommunen stammen die Hallenbäder noch aus den siebziger und achtziger Jahren. Die Städte müssen sich entscheiden, ob sie in Modernisierungen investieren oder dicht machen." Bereits jetzt werde bundesweit alle sechs Wochen in irgendeiner Stadt ein neues Bäderprojekt für rund zehn Millionen Euro in Angriff genommen. Eitle Stadtchefs Ähnlich wie in den Siebzigern schmückte sich heute wieder so mancher Oberbürgermeister gern mit einem schicken Bad, meint Eckert. Wie das Beispiel Fürth zeigt. Oder auch Nürnberg, wo OB Ulrich Maly mit aller Macht das marode Volksbad reaktivieren möchte. Und dafür bereit ist, öffentliche Mittel auszugeben. Eckerts Pläne für das Thermalbad in Fürth zeigen, wohin für ihn die Zukunft in Bäderbau geht: Die kleinen Becken sind terrassenförmig angeordnet, wer im Wasser planscht, hat freien Blick auf die Pegnitzauen. Weil die Becken versetzt angeordnet sind, ergebe sich der Eindruck der Intimität: Die Badegäste haben sich nicht ständig gegenseitig im Blick, sondern können sich einbilden, für sich zu sein. Dieses Gefühl der Exklusivität hatte Eckert auch bei seinem Entwurf für den Wellnessbereich des Vigilius Resort Hotels in Südtirol zum Ziel. Für die Designer-Herberge von Matteo Thun hat der Franke vor vier Jahren einen Quellwasserpool mit Blick in die Berge entworfen. Die Wasserfläche geht randlos in die Landschaft über. "Für mich beginnt ein Entwurf immer mit dem Beckenrand." Die Illusion einer Wasserfläche ohne Grenzen, die mit der Landschaft draußen eine Beziehung eingeht, sei eine seiner zentralen Ideen. Wichtige Anregung ist für ihn der Ort, an dem ein Bad entstehen soll. Reisen gehört deshalb zu seiner Arbeit dazu. Doch die meiste Zeit verbringt Eckert planend im Büro. "Ich habe Spaß daran, spektakuläre Wasserrutschen und Strömungskanäle zu entwerfen. "In Halle, Wien und Plettenberg planschen Badegäste in seinen Wasser-Landschaften. "Meine Aufgabe ist es, innen Illusionen zu erzeugen, ohne kitschig zu sein. Von außen muss ein Bad zu einem markanten Gebäude in einer Stadt werden." Auch das Sibeliusbad in Nürnberg, das vor allem für Babyschwimmen genutzt wird, hat Eckert geplant. Er entwarf breite Durchgänge, offenen Räume und Duschkabinen, bei denen leicht von außen erkennbar ist, ob sie besetzt sind. "Ich hasse nämlich dampfende, enge Duschen." Für die Sanierung des Nürnberger Volksbads hat er eine Machbarkeitsstudie erarbeitet. "Für ein Projekt wie dieses braucht es Visionen, die zehn Jahre halten." Nach seiner Erfahrung zeigt sich in den ersten drei bis fünf Jahren nach der Eröffnung eines Bades, "ob die Idee aufgeht und man die Besucher halten kann". Danach könne man sich einer gewissen Frequenz sicher sein. Doch so weit ist der Sanierungsfall Volksbad noch lange nicht. Unter dem Bild: Bäder Architekt Rainer Eckert vor dem Modell für ein Freizeitbad. Spektakuläre Rutschen denkt er sich besonders gern aus. [ mehr Information ]
von Ute Möller
Keine "Schlachthöfe" für Wasserfreunde
Der Nürnberger Architekt Rainer Eckert plant seit zehn Jahren Wellness-Bäder
Seit zehn Jahren plant der Nürnberger Architekt Rainer Eckert öffentliche Schwimmbäder und Wellness-Landschaften für Luxus-Hotels. In der Region wurde der 42-Jährige in diesem Jahr bekannt, weil er den Zuschlag für den Umbau des Fürther Freibads bekommen hat. Nach seinen Ideen entsteht außerdem gerade das neue Thermalbad in der Kleeblatt-Stadt. Doch Eckert hat auch in Südtirol oder Riad Schwimmbäder geplant.
"Schwimmen will doch heute kaum einer mehr", gefragt sei eher stimmungsvolles Abtauchen, meint Rainer Eckert. Wellness statt sportlicher Anstrengung, Wohlfühlen statt Abstrampeln im stromlinienförmigen Badeanzug. Damit sich der spärlich bekleidete Mensch auf der Suche nach Ruhe nicht "wie im Schlachthof" fühlt, haben weise Kacheln bei dem 42-jährigen gelernten Mauerer keine Chance. Eckert plant lieber mit schmeichelndem, indirektem Licht, warmen Farben und Natursteinen.
Eckert holte nach seiner Maurer-Lehre das Abitur nach und studierte in Kaiserslautern Architektur. Der gebürtige Franke blieb in den folgenden Jahren aber nicht in Deutschland. Er arbeitete für Architekturbüros in Monte Carlo und Innsbruck. "Ich habe oft dort gearbeitet, wo andere Urlaub machen, das war sehr inspirierend." Seit fünf Jahren ist er zurück und betreibt sein Büro mit sechs Mitarbeitern in einem Hinterhof in der Löbleinstraße in der Nürnberger Nordstadt. Vor allem Freizeitbäder und Wasserparks nehmen hier an den Zeichentischen Gestalt an, "Pools für Hotels planen wir weniger". Denn oft sei es so, dass der Innenarchitekt die Wellnessabteilung mitentwirft. "Andere Hotels überlassen das gleich den Herstellern der Bäder-Ausstattung." Für Eckert ein Unding. Er erwartet, dass sich bei den städtischen Bädern in nächster Zeit einiges tut. "Denn in vielen Kommunen stammen die Hallenbäder noch aus den siebziger und achtziger Jahren. Die Städte müssen sich entscheiden, ob sie in Modernisierungen investieren oder dicht machen." Bereits jetzt werde bundesweit alle sechs Wochen in irgendeiner Stadt ein neues Bäderprojekt für rund zehn Millionen Euro in Angriff genommen. Eitle Stadtchefs Ähnlich wie in den Siebzigern schmückte sich heute wieder so mancher Oberbürgermeister gern mit einem schicken Bad, meint Eckert. Wie das Beispiel Fürth zeigt. Oder auch Nürnberg, wo OB Ulrich Maly mit aller Macht das marode Volksbad reaktivieren möchte. Und dafür bereit ist, öffentliche Mittel auszugeben. Eckerts Pläne für das Thermalbad in Fürth zeigen, wohin für ihn die Zukunft in Bäderbau geht: Die kleinen Becken sind terrassenförmig angeordnet, wer im Wasser planscht, hat freien Blick auf die Pegnitzauen. Weil die Becken versetzt angeordnet sind, ergebe sich der Eindruck der Intimität: Die Badegäste haben sich nicht ständig gegenseitig im Blick, sondern können sich einbilden, für sich zu sein. Dieses Gefühl der Exklusivität hatte Eckert auch bei seinem Entwurf für den Wellnessbereich des Vigilius Resort Hotels in Südtirol zum Ziel. Für die Designer-Herberge von Matteo Thun hat der Franke vor vier Jahren einen Quellwasserpool mit Blick in die Berge entworfen. Die Wasserfläche geht randlos in die Landschaft über. "Für mich beginnt ein Entwurf immer mit dem Beckenrand." Die Illusion einer Wasserfläche ohne Grenzen, die mit der Landschaft draußen eine Beziehung eingeht, sei eine seiner zentralen Ideen. Wichtige Anregung ist für ihn der Ort, an dem ein Bad entstehen soll. Reisen gehört deshalb zu seiner Arbeit dazu. Doch die meiste Zeit verbringt Eckert planend im Büro. "Ich habe Spaß daran, spektakuläre Wasserrutschen und Strömungskanäle zu entwerfen. "In Halle, Wien und Plettenberg planschen Badegäste in seinen Wasser-Landschaften. "Meine Aufgabe ist es, innen Illusionen zu erzeugen, ohne kitschig zu sein. Von außen muss ein Bad zu einem markanten Gebäude in einer Stadt werden." Auch das Sibeliusbad in Nürnberg, das vor allem für Babyschwimmen genutzt wird, hat Eckert geplant. Er entwarf breite Durchgänge, offenen Räume und Duschkabinen, bei denen leicht von außen erkennbar ist, ob sie besetzt sind. "Ich hasse nämlich dampfende, enge Duschen." Für die Sanierung des Nürnberger Volksbads hat er eine Machbarkeitsstudie erarbeitet. "Für ein Projekt wie dieses braucht es Visionen, die zehn Jahre halten." Nach seiner Erfahrung zeigt sich in den ersten drei bis fünf Jahren nach der Eröffnung eines Bades, "ob die Idee aufgeht und man die Besucher halten kann". Danach könne man sich einer gewissen Frequenz sicher sein. Doch so weit ist der Sanierungsfall Volksbad noch lange nicht. Unter dem Bild: Bäder Architekt Rainer Eckert vor dem Modell für ein Freizeitbad. Spektakuläre Rutschen denkt er sich besonders gern aus. [ mehr Information ]
Fürther Nachrichten (27. April 2006)
Traum vom Thermalbad wird wahr
Bau des Großprojekts in Fürth begonnen.
Spatenstich in Fürth: Mit dabei OB Thomas Jung und das Thermalbad-Maskottchen...
[ mehr Information ]
Traum vom Thermalbad wird wahr
Bau des Großprojekts in Fürth begonnen.
Spatenstich in Fürth: Mit dabei OB Thomas Jung und das Thermalbad-Maskottchen...
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a.b. Archiv des Badewesens (Februar 2006)
Rubrik "Startblock"
Neues Thermal- und Freizeitbad im bayerischen Fürth geplant
Europaweite Ausschreibung für heimischen Architekten entschieden.
Pünktlich zum 1000-jährigen Stadtjubiläum soll die Stadt Fürth im Herbst 2007 ein Thermal und Freizeitbad erhalten. Weitestgehend auf der Grundfläche des stark sanierungsbedürftigen Frei- und Hallenbades soll für ca. 31 Mio. EUR Gesamtkosten ein Bad mit einer Gesamtwasserfläche von ca. 4000m2 entstehen. Nach einer Solewasserquelle wird das Projekt neben einem Thermalbad auch den zeitgemäßen Bedarf nach einem Sport-, Sauna-, Freizeit-, und Freibad abdecken. Die Kommune hatte eine europaweite Ausschreibung zu einem PPP-Modell (Public-Private-Partnership) ausgelobt, verbunden mit der auf 30 Jahre ausgelegten Konzession für Planung und Bau, Betrieb und Finanzierung aller Bäder der Stadt. Öffentliche und private Bauherren sind die Stadtwerke Fürth und die TFB (Thermal und Freizeitbad) Objektgesellschaft Fürth: als Gesamtplaner für dieses Großprojekt haben sich die Architekten und Ingenieure Eckert, Engelhardt und Kannewischer, Schwabach, zusammengeschlossen. Alleiniger Entwurfsverfasser ist der in Nürnberg ansässige Architekt Rainer Eckert, dessen Entwurf in einem vorgeschalteten, ebenfalls europaweiten Planungswettbewerb mit dem 1. Preis ausgezeichnet wurde und aufgrund des wirtschaftlichen Konzepts zur Beauftragung führte. Eckert sieht eine großzügige Badarchitektur mit einem Lichtkonzept, mit Unterwassermusik und einem Seewasseraquarium vor. Nach der Eröffnung ist in A.B. Archiv des Badewesens ein ausführlicher Artikel über Architektur und Wirtschaftlichkeit des Fürther Thermal- und Freizeitbades vorgesehen. [ mehr Information ]
Rubrik "Startblock"
Neues Thermal- und Freizeitbad im bayerischen Fürth geplant
Europaweite Ausschreibung für heimischen Architekten entschieden.
Pünktlich zum 1000-jährigen Stadtjubiläum soll die Stadt Fürth im Herbst 2007 ein Thermal und Freizeitbad erhalten. Weitestgehend auf der Grundfläche des stark sanierungsbedürftigen Frei- und Hallenbades soll für ca. 31 Mio. EUR Gesamtkosten ein Bad mit einer Gesamtwasserfläche von ca. 4000m2 entstehen. Nach einer Solewasserquelle wird das Projekt neben einem Thermalbad auch den zeitgemäßen Bedarf nach einem Sport-, Sauna-, Freizeit-, und Freibad abdecken. Die Kommune hatte eine europaweite Ausschreibung zu einem PPP-Modell (Public-Private-Partnership) ausgelobt, verbunden mit der auf 30 Jahre ausgelegten Konzession für Planung und Bau, Betrieb und Finanzierung aller Bäder der Stadt. Öffentliche und private Bauherren sind die Stadtwerke Fürth und die TFB (Thermal und Freizeitbad) Objektgesellschaft Fürth: als Gesamtplaner für dieses Großprojekt haben sich die Architekten und Ingenieure Eckert, Engelhardt und Kannewischer, Schwabach, zusammengeschlossen. Alleiniger Entwurfsverfasser ist der in Nürnberg ansässige Architekt Rainer Eckert, dessen Entwurf in einem vorgeschalteten, ebenfalls europaweiten Planungswettbewerb mit dem 1. Preis ausgezeichnet wurde und aufgrund des wirtschaftlichen Konzepts zur Beauftragung führte. Eckert sieht eine großzügige Badarchitektur mit einem Lichtkonzept, mit Unterwassermusik und einem Seewasseraquarium vor. Nach der Eröffnung ist in A.B. Archiv des Badewesens ein ausführlicher Artikel über Architektur und Wirtschaftlichkeit des Fürther Thermal- und Freizeitbades vorgesehen. [ mehr Information ]
a.b. Archiv des Badewesens (Dezember 2003)
Rubrik "Bäderbau"
Aqua Magis - Freizeitbad in Plettenberg
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